Besuch und Abschied

Sonntag, 06.08.2017

Über mein letztes Wochenende in Krakau hatte ich Besuch von Anna, was sehr schön war! So hatten wir ausreichend Gelegenheiten, mal wieder ausführlich zu quatschen und ich außerdem wenig Gelegenheit, ob der baldigen Abreise Trübsal zu blasen. Es war sowieso schon eine andere Stimmung in der Stadt – kaum noch Studenten vor Ort und damit natürlich nur noch wenige Kontakte für mich. Leider war das Wetter nicht mehr so hochsommerlich wie es schon mal gewesen war, sondern eher drückend schwül mit häufigen Regenschauern – Pläne, noch diverse Stadtstrände zu erkunden, fielen somit flach. Dafür habe ich jetzt wirklich eine große Anzahl an Sehenswürdigkeiten und Cafes in Krakau gesehen – selbst an meinem Abreisetag war ich noch in den beiden wichtigsten Kirchen der Stadt: die Wawelkathedrale und die Marienkirche.
Dieser Erasmusaufenthalt war für mich eine lohnende Erfahrung! Erstmal konnte ich bestimmte Fächer vertiefen und auf Englisch üben, dabei andere Herangehensweisen kennen lernen. Dann habe ich so viele internationale Studierende kennen gelernt, damit hatte ich vorher nicht gerechnet: Ägypter, Amerikaner, Australier, Bulgaren, Chinesen, Ecuadorianer, Engländer, Franzosen, Iraker, Italiener, Kanadier, Kirgisen, Kroaten, Mexikaner, Norweger, Polen, Portugiesen, Saudi-Arabier, Schweden, Slovaken, Slovenen, Spanier, Tschechen, Türken, Ukrainer, Ungarn… und dadurch sehr spannende Eindrücke erhalten. Außerdem habe ich es echt genossen, in einer Studentenstadt zu wohnen, wo man sich tagsüber in Cafes und abends in Kneipen trifft und immer irgendetwas geboten ist. Die unglaubliche Vielfalt an Kultur und Geschichte hat mich immer wieder aufs Neue fasziniert und mir klar gemacht, wie viel es noch zu entdecken gibt – in Polen, Zentral- und Osteuropa und natürlich der Welt :D
Wie heißt es so schön: Once Erasmus, Always Erasmus? Wir werden sehen, wohin mich das noch führt ;)

 

Pädiatrie

Sonntag, 06.08.2017

In meinen letzten beiden Wochen habe ich ein Praktikum im Universitäts-Kinderklinikum in Prokocim gemacht. Das liegt örtlich wie Großhadern zu München und ebenso ähnlich sind auch die Pläne (NJUsletter, S. 11-13) der Uni: Nach und nach soll hier ein großer medizinischer Campus entstehen und die Institute, die momentan über die Innenstadt verstreut liegen, hier vereint werden.
Von meiner neuen Unterkunft konnte ich aber direkt in einen Bus steigen, der mich in nur 20 Minuten hin gebracht hat – und mir dafür jeden Tag den Blick von einer Weichselbrücke auf den Wawel geboten hat. Damit fängt der Tag schon mal gut an!
Ich war auf der Neugeborenen-Intensivstation (NICU) eingeteilt, über die ich von anderen Studenten schon Gutes gehört hatte. Tatsächlich werden die Studenten mit Vorliebe hier eingeteilt, und so habe ich auch gleich amerikanische Kommilitonen wiedergetroffen und auch noch zwei andere Studenten aus dem 6-Jahres-Programm kennen gelernt. Die waren allerdings jeweils nur kurze Zeit mit mir gleichzeitig da, und da die Ärzte gerade zusätzlich Arbeit von Kollegen im Urlaub übernehmen mussten, war nicht immer Zeit für mich. Da merkt man ganz schnell, wie uneigenständig man ist, wenn man die Sprache nicht kann – weder kann man bei Visite mithören, noch in der Kurve nachlesen, was der Patient eigentlich hat! Umso dankbarer war ich, wenn sich der zuständige Arzt die Zeit genommen hat, mir etwas zu erklären – und das war oft: Ich habe so viele spannende Sachen gesehen und natürlich leider auch schwerwiegende Diagnose mitbekommen, das waren sehr lehrreiche zwei Wochen für mich.

Breslau

Sonntag, 06.08.2017

Am nächsten Wochenende bin ich nach Breslau, auf polnisch Wrocław, gefahren. Eine wunderschöne Stadt!
Dieses Mal hat couchsurfing geklappt und ich bin bei der wirklich netten Urszula untergekommen. Sie hat mich sogar vom Busbahnhof abgeholt und mit mir gleich im Anschluss eine kleine Tour durchs nächtliche Breslau gemacht – Freitagabend war da wirklich viel los!
Leider ist sie am Samstag ziemlich krank geworden, so dass sie daheim geblieben ist, während ich die Stadt erkundet habe. Sie hat mir ihr Rad geliehen, was ich wirklich genossen habe! Wieder auf die bewährten free walking tours zurückgreifend habe ich erst Breslaus Street Art und im Anschluss die Altstadt kennen gelernt. Dabei habe ich nach Breslaus Zwergen Ausschau gehalten und einen Kaffee vom aktuellen Aeropress-Weltmeister getrunken.
Dann hatte ich noch Zeit für das Universitätsmuseum, das Panorama von Raclawice und einen kurzen Abstecher zur Jahrhunderthalle, bevor ich mich auf den Rückweg zu Urszula gemacht habe. Just auf der Strecke hat mich auf dem Rad ein kurzer, aber heftiger Regen durchnässt. Gottseidank war es nicht kalt und immerhin die Haare habe ich noch schnell föhnen können, bevor ich mich zum Bus nach Krakau aufgemacht habe.
Breslau ist wirklich schön! Etwas kleiner als Krakau hat es viel zu bieten und ist dabei etwas weniger trubelig – nach der ereignisreichen Zeit in Krakau kam mir das sehr angenehm vor.

 

Besuch, Krakau-Erkundungen und weitere Abschiede

Sonntag, 06.08.2017

Aus Warschau zurück bin ich in meine Bleibe für die letzten zwei Wochen eingezogen. Da das Wohnheim am 29. Juni für den Sommer schließt, habe ich mich bei einer Norwegerin eingemietet, die über den Sommer nicht in Krakau ist.
Am nächsten Tag kam schon Claudia an, die mich bis Dienstag besucht hat. Zusammen haben wir noch mehr von Krakau entdeckt und den Sommer in der Stadt genossen. Tatsächlich hatten wir uns seit ihrem Auslandsjahr in Mexiko nicht gesehen und hatten viel zu erzählen. Es war wirklich wunderschön!

 

Außerdem bin ich noch fast systematisch dabei, die Sehenswürdigkeiten in Krakau abzuklappern, die ich bisher noch nicht gesehen habe. Praktischerweise gibt es bei den meisten Museen einen Tag die Woche freien Eintritt, was ich bestmöglichst berücksichtige ;).
Letztlich war leider auch die Verabschiedung von meinen Mitbewohnerinnen gekommen. Das war wirklich so etwas wie meine Erasmus-Familie – wenn man auf so engem Raum zusammen wohnt, teilt man eigentlich alles. Ich bin wirklich froh, sie kennengelernt zu haben, und dankbar für die Zeit mit ihnen!

Warschau

Sonntag, 06.08.2017

In Warschau habe ich in der Altstadt übernachtet, die nach beinahe kompletter Zerstörung 1945 wieder originalgetreu aufgebaut worden war. Wieder habe ich mit einer free walking tour begonnen und bin nach einer Stärkung in einer Milchbar zum Museum der Juden in Polen gegangen – zufälligerweise hatte ich wieder den Tag mit freien Eintritt erwischt :D. Ein tolles Museum, das vom Mittelalter bis in die Gegenwart führt. Es hat mir, wohl v.a. wegen des Themas, besser gefallen als das Museum zum Warschauer Aufstand 1944, das aber auch wirklich gut gemacht ist. Letzteres habe ich am nächsten Tag besichtigt und habe im Anschluss eine Freundin aus Krakau getroffen, die mit ihren Gästen aus der Heimat für einen Tag nach Warschau gekommen war. Zusammen haben wir den sozialistischen Protz-Bau „Palast der Künste und Wissenschaften“ besichtigt. Im Anschluss waren wir noch in den königlichen Gärten spazieren und haben nach einem Abstecher zum Flussufer mein Gepäck aus dem Hostel geholt, bevor wir zurück nach Krakau gefahren sind.
Mit Warschau als Stadt habe ich mich nicht auf den ersten Blick anfreunden können, aber v.a. die Gärten und die Flusspromenade, in deren Gegend die Uni-Gebäude sind, haben mir Warschau sympathischer gemacht. Für den Besucher sind v.a. die vielen Museen sehenswert!

 

Danzig

Freitag, 14.07.2017

Ich hatte mir die Woche freigehalten und bin nach Danzig und Warschau gefahren.

Nach einigem Planungs-Hin und Her war ich schließlich alleine unterwegs und nachdem sich auf couchsurfing kein Gastgeber finden ließ, übernachtete ich in Danzig in einem Hostel.
Am Montag war der wärmste Tag seit langem und in Danzig angekommen bin ich erstmal zum Badeort Sopot weitergefahren. Dort habe ich einfach Meer und Strand genossen und entspannt. Das hat wirklich gut getan!

Am nächsten Tag bin ich gleich zum neuen Museum über den zweiten Weltkrieg gegangen, das seit seiner Eröffnung dieses Jahr schon politische Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat – für mich der Hauptgrund, jetzt nach Danzig zu kommen und es zu sehen! Zufälligerweise war am Dienstag freier Eintritt und nachdem ich 1,5h in der Schlange stand, konnte ich um 12:00 Uhr mit der Besichtigung beginnen. Ich hätte es vorher nicht gedacht, aber ich war bis zur Schließung um 19:00 Uhr noch nicht fertig mit der Ausstellung – es war wirklich gut gemacht!

Da ich nach zwei Tagen in Danzig noch kein einziges Mal durch die Stadt gegangen war, habe ich mich dagegen entschieden, Marienburg zu besichtigen und habe am Mittwoch an zwei free walking tours teilgenommen – und prompt meine Nachbarn aus dem Wohnheim in Krakau getroffen!


Danzig hat mir wirklich gut gefallen! Es ist sehr klein und übersichtlich, aber reich an Geschichte und Museen und hat durch Hafen und Meeresnähe ein sehr angenehmes Flair – wohl ähnlich wie andere Hansestädte in Deutschland.

 

 

HNO

Donnerstag, 06.07.2017

 

Als letzten regulären Uni-Kurs hatte ich die ersten zwei Juni-Wochen HNO. Das war wieder mit den Norwegern  zusammen im 4. Jahr vom 6-Jahres-Programm. Dieses Mal kannte ich schon einige und außerdem waren noch  andere Erasmus-Studenten dabei, es war also eine ganz nette Truppe. Davon hat man allerdings nicht so viel gemerkt, denn es waren die letzten zwei Wochen des Semesters und alle waren mit Prüfungen beschäftigt – daher war die Anwesenheit wirklich gering. Wir hatten parallel zu den polnischen Studenten HNO und waren zeitlich nach ihnen (nachmittags) im bedside teaching/ OP eingeteilt – leider waren da die meisten OPs schon vorbei. Ich habe eine junge Ärztin gefragt und war dann an drei Vormittagen freiwillig im OP. Das war ziemlich cool! Ich habe eine Tracheotomie, Stapedotomie bei Otosklerose, eine transorale Kieferhöhlenoperation nach Caldwell-Luc (dort habe ich sogar Haken gehalten^^) und eine Tonsillektomie (beim Erwachsenen) gesehen. Anders als an der LMU gab es auch noch zwei Tage zur Zahnmedizin, die einen interessanten Einblick boten – aber leider nur aus Vorlesungen bestanden. Die Prüfung war machbar und schon war das Semester vorbei!

Das hieß auch, dass die meisten Studenten die Stadt verließen – sowohl die regulären als auch die Austausch-Studenten. Es gab also einige Abschiedsfeiern und „letzte Treffen“.

 

Neurologie

Dienstag, 13.06.2017

Jetzt habe ich lange genug über das süße Erasmus-Leben erzählt – ich möchte nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht ;)
Anfang Mai begann der Neurologie-Kurs, den ich im 4-Jahres-Programm der Amerikaner belegt habe. Für vier Wochen ist Dr. Józefowicz mit anderen Dozenten, Assistenzärzten („Residents“) und Medizinstudenten von der University of Rochester in New York gekommen, um ein intensives Kursprogramm abzuhalten. Jeden Tag in „formal attire“ von 8:30 – 15:00 Uhr ausnahmslose Anwesenheitspflicht, in deren Anschluss dann noch Patientenfälle erarbeitet werden mussten. So bin ich oft erst gg. 17:00 Uhr aus der Klinik gekommen und musste bis zum nächsten Tag noch Berichte fertigstellen, Differentialdiagnosen recherchieren und den nächsten Tag vorbereiten. Ein Witz dabei, dass die Bibliotheken ihre Lesesäle schon um 19:00 Uhr schließen! So erklärt sich teilweise, wieso so viele Studenten in Cafés an ihren Unterlagen arbeiten ;) Ich selbst war auch oft in Rock und Bluse noch mit Laptop unterwegs, denn im Wohnheim gibt es zwar ein Lernzimmer, aber ideale Bedingungen sind es nicht.


In der ersten Woche gab es noch einige Wiederholungs-VL für Neuroanatomie, was sehr hilfreich war – wg. der Sprache und auch weil ich Neuroanatomie in der Vorklinik vor 5 (!) Jahren hatte. Dann ging es los mit der Struktur der nächsten Wochen: 2h Vorlesungen für den ganzen Jahrgang, dann 2h Fallstudien in Untergruppen à 12-15 Studenten. Nach der Mittagspause folgten Patientenvorstellungen ebenfalls in diesen Untergruppen und im Anschluss hat man im kleinen Team Patienten gesehen und für die nächste Vorstellung vorbereitet. Die Teams wurden von jeweils einem Medizinstudent aus Rochester betreut, die diesen Kurs als didaktisches Wahlfach belegt haben, nachdem sie in Rochester schon Neurologie abgeschlossen hatten. Für viele war das eine tolle Gelegenheit, zum ersten Mal nach Europa zu kommen, weswegen nicht alle zukünftige Neurologen waren, aber in jedem Fall sehr gute und engagierte Studenten. Die Untergruppen aus ca. 3-4 Teams wurden von drei Assistenzärzten betreut, bei mir waren das Rebecca, Jen und Jenie.

Dr. J’s Vorlesungen entsprachen Wort für Wort dem Skript und auch seine Witze, Anekdoten und Pausen sind genau die gleichen wie in den letzten 20 Jahren (haben mir die Studenten aus Rochester bestätigt). Die Assistenzärzte haben bei ihren Vorlesungen auflockernde Übergangsfolien eingebaut, oft zu ihrem Herkunftsort, und so habe ich neben Neurologie noch etwas über Rochester, Utah und Peru gesehen.

Am bereichernsten empfand ich die Fallstudien, die in Untergruppen besprochen und gelöst wurden. Dabei herrschte anfangs eine angespannte Atmosphäre, aber sobald man ein bisschen warm geworden war, hat man sich getraut Fragen zu stellen und sogar kleine Witze zu machen. Interessant fand ich dabei die sehr anatomische Vorgehensweise: Nach jedem Absatz hieß es erstmal: where does this localize to? Also, wo im Nervensystem liegt der Fehler? Genauso wurde auch bei den Patientenvorstellungen am Nachmittag vorgegangen, und so wurden wir letztlich sehr gut auf die Abschlussprüfung vorbereitet – gottseidank, denn sehr viel Zeit zum eigenständigen Lernen war neben den Präsenzzeiten nicht gegeben! Die zentrale NBME-Prüfung (national board of medical examiners), die wir an Tablets, auf denen wir von den USA aus dafür freigeschalten wurden, abgelegt haben, bestand nämlich aus sehr klinischen Fällen und Fragen. Die Abschlussnote wird dann zu Hälfte aus dieser Punktzahl, zur Hälfte aus den schriftlichen Evaluationen, die jeder Student von den Assistenzärzten der Gruppe erhält, zusammengesetzt.

Neben dem hohen Arbeitspensum war es auch sehr schön, jeden Tag mit der gleichen Gruppe zu verbringen und so echt nette Leute kennen zu lernen. Die Studenten aus Rochester waren oft mit uns unterwegs, z.B. gab es am Ende ein „social“, also ein kleines Abschiedstreffen mit allen, und am Tag der Prüfung hat ein Studentenpaar zur Feier in seine Wohnung eingeladen.

Eine intensive, sehr gewinnbringende Zeit! Neurologie hat mir auf jeden Fall Spaß gemacht und die Zusammenarbeit in unseren Studenten-Teams lief super, ich habe mich in dem Jahrgang richtig wohl gefühlt.

Stadtleben

Dienstag, 13.06.2017

Es ist unglaublich, was die Stadt alles bietet – es finden gefühlt zu keinem Zeitpunkt nicht mindestens zwei Festivals gleichzeitig statt. Hier Vollzeit zu studieren, stell ich mir herausfordernd vor o.O
Anfang Mai war ich im Rahmen des „Off Camera“ – Filmfests im Film „sztuka kochania“ über die polnische Aufklärerin Michalina Wislocka (auf polnisch mit englischen Untertiteln). Dann konnte ich kostenlos auf ein Konzert von Dillon aus Berlin, was war ein wirklich magischer Abend war. Trotz der zu dieser Zeit noch unfreundlichen Temperaturen habe ich beim Freiluftkino an der Weichsel ausgeharrt und unter dem Wawel den „Vorleser“ gesehen.


Anfang Juni wurde ich an gleicher Stelle Zeuge einer Drachenparade mit einem eindrucksvollen Feuerwerk.


Einen kleinen Eindruck von den verschiedenen polnischen Biersorten, die in kleinen Brauereien produziert werden, konnte ich auf dem Beerweek-Festival kriegen.


Im Rahmen der Israel-Tage des jüdischen Gemeindezentrums habe ich israelischen Wein verköstigt und zur 25-Jahr-Feier des Goethe-Instituts Krakau bei einer Silent Disco auf dem Rynek getanzt.

Am folgenden Wochenende war die lange Nacht der Synagogen, wo jede der sieben Synagogen Kazimierzs von 22.00 – 02:00 Uhr geöffnet hatte und verschiedenstes Programm geboten hat. Ich habe einen Lebensbaum in der Popper-Synagoge gebastelt und zu einem israelischen DJ in der Tempel-Synagoge getanzt, insgesamt waren 12000 Besucher unterwegs.

 

Zufälligerweise war die Synagogen-Nacht am ersten Tag des Ramadan und ich war vorher in meinem Wohnheim zu einem Iftar-Essen eingeladen. Das war eine tolle Atmosphäre!

Ach, und natürlich ist im mit Cafés gepflasterten Krakau auch zwischendurch Gelegenheit für israelischen Kaffee im Cheder oder ein feudales Frühstück im Mr. Pancake :) :P

Studentenleben

Dienstag, 13.06.2017

Auch die andern Krakauer Studenten lassen sich nicht lumpen und bereichern das Stadtleben. Mitte Mai wurde der Bereich, in dem mein Wohnheim steht, zu einem großen Feier-Areal (ähnlich wie das StuStaCulum in München). Während der Juwenalia-Festspiele gibt es von jeder Uni aus jeden Abend mindestens zwei Konzerte, d.h. überall ist etwas geboten und die Stimmung ist großartig.


ESN ist außerdem weiterhin sehr aktiv. Ich bin mit Ihnen zum Meeresauge „Morskie Oko“, einem Gletschersee in der hohen Tatra gewandert. Leider hatten wir Pech mit dem Wetter, denn es hat aus tiefhängenden Wolken geregnet und der See war noch teilweise zugefroren und von Schnee umgeben. Trotzdem war es ein schöner Ausflug in die Natur.

Sommerlicher war es Anfang Juni bei der Fahrt nach Szczawnica. Dort sind wir an der Grenze zur Slowakei entlang zum Einstiegsort für eine Floßfahrt auf dem Dunajec gewandert, von wo aus wir 2h durch majestätische Landschaft im Nationalpark Pieniny geschippert wurden.


Vergangenen Freitag hat ESN sogar schon eine Abschieds-Gala organisiert, für die wir auf einem Restaurant mit Dachterrasse waren – der Blick auf Wawel und Weichsel bei Vollmond war einfach unglaublich. Es gab Livemusik, einen DJ und eine gute Gelegenheit, viele Erasmus-Studenten nochmal zu sehen.

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